Er übernahm RB Leipzig nach einer Schrott-Saison und kündigte direkt die Rückkehr nach Europa an. „Wir wollen uns wieder für das internationale Geschäft qualifizieren“, betonte Ole Werner (37) bei seiner Vorstellung als neuer Trainer im Juli 2025.
Eine Ansage, die damals wenig überraschend kam. Dass sie nach dem XXL-Umbruch im Sommer allerdings so schnell in die Tat umgesetzt werden könnte, ahnten wenige. Gewinnt Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) gegen Gladbach und Verfolger Frankfurt zeitgleich nicht gegen Wolfsburg, wäre das erste Werner-Ziel bereits fix. RB hätte zumindest schon die Conference League sicher.
Doch der Leipzig-Trainer ist heiß auf mehr! „Je schneller wir das europäische Geschäft erreichen, umso eher ist die Chance da, auch die Champions League zu spielen“, betont Werner auf BILD-Nachfrage.
Und schiebt nach: „Wenn du auf Platz drei stehst und noch sechs Spiele hast, wirst du dich über Platz fünf am Ende nicht freuen, das ist klar.“
Champions League im Fokus
Für Werner und sein Team ist mittlerweile die Champions League das Ziel – und dafür ist ein Punktverlust auch gegen die Borussia verboten! „Es wird ein hartes Stück Arbeit, dazubleiben. Mit den Mannschaften, die dort kämpfen, wird es bis zum 34. Spieltag gehen.“
Gutes Omen: Gegen Gladbach hat Leipzig in seiner Klubgeschichte bei neun Duellen in der Red Bull Arena noch nie verloren (fünf Siege). Dass die Partie kein Spaziergang wird, hat aber allein das hart umkämpfte 0:0 in der Hinrunde gezeigt.
In der Hinrunde kamen Nicolas Seiwald (24) und RB Leipzig bei Rocco Reitz (21) und Gladbach nicht über ein 0:0 hinaus
Was dazu kommt: Bei den letzten drei Aufeinandertreffen gegen die Borussia blieben die Sachsen ohne eigenen Treffer. Werner betont deshalb: „Wir brauchen eine Topleistung. Gladbach ist eine Mannschaft, die nach wie vor in den Rückspiegel schaut, aber auch immer für einen Sieg infrage kommt.“
Nach seiner Adduktorenverletzung in Bremen (2:1) muss RB Leipzig dazu auf Innenverteidiger Castello Lukeba (23) verzichten. Ein herber Verlust, den wohl Nicolas Seiwald (24) auffangen wird. Der Ösi rückt aus dem Mittelfeld in die Abwehr. Seine Position dürfte Ezechiel Banzuzi (21) übernehmen.